Was ist TYPO3

TYPO3 - ein Baustein des modernen Internets

TYPO3 gehört mit Wordpress, Drupal oder Joomla zu den beliebtesten Open Source Content Management Systemen (CMS) im deutschsprachigen Raum. Es ist sehr flexibel und eignet sich ebenso für kleine wie für sehr umfangreiche Projekte. Über Extensions können auch umfangreiche Shopsysteme aufgebaut werden. 

Statische Websites Versus CMS

Nur in den Anfangstagen des Internets wurden Websites statisch programmiert. Bei diesem Verfahren besteht jede einzelne Webseite aus einem festgelegten Inhalt und einem interpretierbaren Code in HTML.

Beides wird in einem einzigen Dokument gespeichert, das ein Besucher aufruft. HTML dient dabei dazu, die Darstellung festzulegen und kann etwa Befehle für die Schriftgröße, -art und -farbe, eingebettete Inhalte wie Bilder oder eine Weiterleitung beziehungsweise einen Link enthalten. Solch ein statischer Code hat den Nachteil, dass er kompliziert, unflexibel und wenig benutzerfreundlich ist.

Aus diesem Grund werden schon seit rund 20 Jahren dynamische Webseiten bevorzugt. Diese trennen den Inhalt von der äußeren Form. Erster wird in einer Datenbank gespeichert, während das Aussehen durch eine Reihe von kleinen Programmen in einer sogenannten Skriptsprache wie PHP festgelegt wird.

Ein Content Management System besteht aus einer Sammlung solcher Skripte, mit denen eine Website erstellt, konfiguriert und verwaltet werden kann. TYPO3 ist ein solches CMS. Es dient einerseits der Ausgabe, andererseits ebenfalls der Verwaltung. Der Administrator kann über seinen Browser in einer grafischen Oberfläche Inhalte ändern, Funktionen installieren oder das Aussehen einer Website verändern.

Was ist TYPO3?

Bei TYPO3 handelt es sich um ein CMS, das seit 1998 unter einer quelloffenen Lizenz verbreitet wird. Der Name geht auf einen Zwischenfall zurück, bei dem der Erfinder - der Däne Kasper Skårhøj - durch einen einfachen Tippfehler oder auf englisch Typo einen Teil seiner Arbeit verlor. Die nachgestellte Drei leitet sich von der Versionsnummer her, mit der das CMS in seiner stabilen Version erstmals eine große Popularität erlangte. Wie andere Systeme auch besteht es aus einer großen Anzahl von Skripten in PHP, die unterschiedliche Funktionen zur Verfügung stellen. Eine typische Anfrage an eine Webseite mit einem CMS verläuft folgendermaßen:

  • Der Webserver empfängt die Anfrage und liest die entsprechende Seite
  • Die dazu gehörenden Skripte werden an einen PHP Interpreter übergeben
  • Der Interpreter lädt die Skripte und verarbeitet sie
  • Aus den Skripten und den Einträgen der Datenbank erzeugt der Interpreter einen HTML Code
  • Der HTML Code wird an den Webserver übergeben
  • Der Webserver sendet den HTML Code an den Browser
  • Der Browser stellt die Webseite dar

Grundsätzlich können durch dieses Vorgehen bei jeder Anfrage unterschiedliche Inhalte dargestellt werden, die speziell auf einen bestimmten Nutzer abgestimmt sind. So werden etwa einem Gast andere Informationen und Optionen als einem registrierten Nutzer oder

Backend und Frontend - Darstellung und Verwaltung einer Website

Normale Besucher bekommen bei dem Besuch einer Website stets das Frontend zu sehen. Dabei handelt es sich um die öffentliche Webseite, die keine Möglichkeit zur Verwaltung anbietet. Es sind lediglich spezielle und ausgewählte Funktionen wie etwa das Eintragen von Kommentaren möglich. Für die Verwaltung von Inhalten, Funktionen, Nutzern oder der Darstellung ist hingegen das Backend verantwortlich.

Es wird ebenfalls über den Browser aufgerufen, erfordert aber eine Authentifizierung - meist eine Kombination aus Nutzernamen und Passwort. Anschließend steht eine grafische Oberfläche zur Verfügung, über die relevante Aufgaben durchgeführt werden können. TYPO3 bietet dabei einige bei anderen CMS eher selten anzutreffende Möglichkeiten.

Dazu zählt etwa die Option einer zeitgesteuerten Veröffentlichung von Beiträgen, bei der Inhalte erst zu einem gewählten Zeitpunkt online gestellt werden. Außerdem besitzt es beispielsweise eine sehr umfangreiche Rechtevergabe, die individuelle Konfigurationen erlaubt.

Nutzer, Gruppen und Rechte

An einer Website arbeiten in der Regel mehrere Leute. Bei öffentlichen Foren oder anderen Seiten mit intensiver Nutzerbeteiligung können es schnell einmal mehrere Dutzend oder sogar Hunderte werden. Jeder dieser User sollte selbstverständlich nur auf jene Bereiche und Funktionen Zugriff erhalten, die für seine Aufgabe oder Tätigkeit relevant sind.

Aus diesem Grund erlaubt TYPO3, unterschiedliche Rollen anzulegen und einem bestimmten Nutzer individuelle Rechte zuzuweisen oder sie ihm zu entziehen. Über allen steht dabei der Administrator, der uneingeschränkten Zugriff auf alle Eigenschaften und Funktionen einer Seite und ihre Nutzer besitzt. Er kann Nutzergruppen erstellen, beispielsweise:

  • Chefredakteure, die vollen Eingriff auf Inhalte aber keinen auf Funktionen der Website besitzen
  • Redakteure, die fremde Beiträge bearbeiten oder freischalten dürfen
  • Autoren, die eigene Inhalte anlegen und verwalten können
  • Registrierte Nutzer, die Kommentare hinterlassen dürfen und ein eigenes Profil besitzen
  • Gäste, die keinen oder sehr eingeschränkten Zugriff auf Funktionen haben

Theoretisch könnte jedem Nutzer eigene Rechte zugewiesen werden. Die Gruppen dienen in erster Linie dazu, die Verwaltung von Personen zu erleichtern und Fehler zu vermeiden.

Anpassung, Mehrsprachigkeit und Erweiterungen

Wie für ein CMS typisch lässt sich auch TYPO3 in seinem Erscheinen weitgehend individualisieren. Entscheidend dafür sind Vorlagen, die auch als Templates bekannt sind. Diese ermöglichen es, ohne jegliche Programmierkenntnisse das Aussehen gemäß bestimmter Richtlinien zu verändern. Dafür bieten Templates unterschiedliche Elemente, die bestimmten Inhalten zugeordnet werden können.

Viele sind auf spezielle Zwecke wie Blogging, Shops, Firmenpräsentation oder News ausgerichtet, andere lassen sich auch universell einsetzen. Eine Besonderheit von TYPO3 ist es außerdem, dass mehrsprachige Webseiten ohne zusätzliche Erweiterungen von der Software unterstützt werden.

Nicht native Funktionen lassen sich über Plugins einpflegen, die bei TYPO3 als Extensions bezeichnet werden. Sie ermöglichen die Integration von neuen Merkmalen und Eigenschaften, die für eine bestimmte Verwendung notwendig oder sinnvoll sind. Allerdings ist die Programmierung und die Einbindung von Extensions nicht immer ganz problemlos.

Sie können beispielsweise zu Inkompatibilitäten mit Updates oder weiteren Extensions führen. Für einen optimalen Support und eine exakten Zuschnitt auf die Website ist eine individuelle Programmierung empfehlenswert. Diese muss schon aus Sicherheitsgründen von einem Experten erfolgen, der auch alle gewünschten Funktionen einarbeitet.

Eine gute Wahl für viele Projekte

Seine Flexibilität macht TYPO3 für die meisten Internetauftritte zu einem idealen CMS. Es verbraucht nur relativ geringe Ressourcen und ist sehr weit konfigurierbar. Serverseitig benötigt es lediglich einige technische Voraussetzungen wie einen Webserver, einen PHP Interpreter und eine Datenbank. Diese erfüllt nahezu jeder Hoster.

Wegen seiner zahlreichen Vorteile setzen bereits viele großen Unternehmen und Verbände TYPO3 für ihren Onlineauftritt ein - darunter etwa Airbus, Sixt, Lufthansa, Pizza Hut, Bündnis 90/Die Grünen, die Technische Universität Berlin oder der deutsche Fußballbund.

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